hesko-Tipp

Ein Vertikutierer befreit die Grasnarbe von Unkraut und Moos. Diese verfilzte Schicht aus abgestorbenen Pflanzenteilen verhindert, dass Luft, Wasser und Nährstoffe an die Wurzeln gelangen.

Nach dem Winter ist die Bodenoberfläche verhärtet. Die Klingen des Vertikutierers schlitzen den Boden ein und holen den Filz aus dem Rasen. Der richtige Zeitpunkt, um zu vertikutieren, ist im April/Mai sowie im August/September. Vor dem Vertikutieren muss der abgetrocknete Rasen auf ca. 2 cm abgemäht und das Schnittgut entfernt werden.

Die Arbeitstiefe wird so eingestellt, dass die Klingen nur 1 bis max. 3 Millimeter in den Boden eintauchen, ohne die Graswurzeln zu verletzen. Vertikutierer sollte man Spur an Spur über den Rasen führen, wie man es vom Rasenmäher gewöhnt ist. Es ist empfehlenswert, zweimal über den Rasen zu gehen, wobei zunächst in eine Richtung und anschließend rechtwinkelig dazu vertikutiert wird.

Untersuchen Sie bitte die vom Vertikutierer herausgerupften Pflanzenreste. Voraussetzung bei der folgenden Bewertung ist natürlich, dass Sie mindestens einmal im Jahr vertikutiert haben. Falls Sie feststellen, dass sich darin übermäßig viel Moos befindet, müssen Sie gegen die Moosentwicklung etwas tun. Moose entwickeln sich verstärkt an schattigen Stellen, bei Nährstoffmangel oder bei zu sauren Böden. Bei zu sauren Böden (niedriger pH-Wert) hilft das Ausbringen von kohlensaurem Kalk. Zu beachten ist, dass der pH-Wert nicht über 6,5 liegen darf.

Abschließend kann der Rasen gedüngt werden, um einen Nährstoffmangel auszugleichen. Am einfachsten verwenden Sie einen mineralischen Dünger. Beachten Sie die Dosierhinweise des Herstellers. Übermäßiges Ausbringen von Dünger schadet der Umwelt. Im Herbst sollten Sie einen Dünger mit höherem Phosphor- und Kaliumgehalt verwenden, damit der Rasen besser durch den Winter kommt. Grundsätzlich sollten Sie nur bei bedecktem Himmel und nicht in Hitzeperioden oder bei starkem Wind düngen. Abschließend ist der Rasen gut zu beregnen.

 

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